Nichts ist mehr so, wie es früher nicht war
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Es ist ein Kreuz mit schlechten Libretti. Sie können ganze Opern, aller musikalischen Qualitäten ungeachtet, in die Vergessenheit stoßen, und können umgekehrt – ihrer mäßigen, um nicht zu sagen schlechten literarischen und stofflichen Verarbeitung zum Trotz – manchen Meisterwerken einfach nichts anhaben. Das Textbuch zu Verdis «Trovatore» ist gewiss der letzteren...
Am 2. Dezember stand Theo Adam zum letzten Mal auf der Bühne der Semperoper: in der Partie des Eremiten («Der Freischütz»), die er bereits 1949 während seiner ersten Spielzeit in Dresden gesungen hatte. Seiner sächsischen Heimat ist der Bass-Bariton auch in politisch schwierigen Zeiten treu geblieben. Aufgewachsen in der Tradition des Kreuzchores wurde Theo Adam...
Jenes zweigestrichene C, das Rodolfo im ersten Bild der «Bohème» gleich zweimal treffen muss, machte Luciano Pavarotti bekanntlich zum Angelpunkt der Partie, wenn nicht des ganzen Stücks. Gingen die Spitzentöne der Arie «Che gelida manina» und des Finalduetts «O soave fanciulla» daneben, sei der Rest im Grunde schon vergebliche Liebesmüh. Allein, hier irrt Big P.,...
