Nachtgedanken, Abschiedsstimmungen
«Die deutsche Sopranistin Anne Schwanewilms zählt zu den größten Strauss- und Wagner-Interpretinnen der heutigen Zeit» – so tönt es nicht nur im Booklet des «Orfeo»-Recitals, das die «Vier letzten Lieder» von Strauss mit Auszügen aus einigen seiner Opern verbindet, sondern auch auf der Home-page der Sängerin. Solche Superlative gehören heute zum Musik-Business, aber man fragt sich unwillkürlich: «Hat sie das nötig?». Anne Schwanewilms bietet interpretatorisch keine wesentlich neuen Einsichten.
Ihre organisch entwickelte leuchtende Höhe ist eine Freude, aber der Gestaltung fehlt das Eigene, Unverwechselbare. Auch gelingt es der Sängerin kaum, die vertonten Texte (immerhin Dichtungen von Eichendorff, Hesse und Hofmannsthal) gegenüber dem klangschwelgerischen Komponisten ins Recht zu setzen. Wobei Markus Stenz und das Gürzenich-Orchester die Schwelgerei weitgehend ausblenden, vielleicht aus Angst vor Kitsch. So klingt alles etwas trocken und schwerfällig.
Sympathischer berührt das Album der jungen niederländischen Mezzosopranistin Christianne Stotijn, «Stimme der Sehnsucht», das bei Onyx herausgekommen ist, weil es sich hier nicht um eines der zahlreichen «best-of»-Programme handelt, ...
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Opernwelt Dezember 2012
Rubrik: Medien, Seite 35
von Ekkehard Pluta
Das ist das Faszinierende an Franz Schreker: wie er in seinem «Fernen Klang» die Handlung und ihr Transportmittel eins werden lässt. Präziser: Die Musik befördert das Geschehen und ist zugleich sein Gegenstand. Das setzt sich bei der ersten französischen Inszenierung überhaupt an der elsässischen Opéra national du Rhin fort: Marko Letonja lässt in seiner ersten...
ARD
13.12. – 20.15 Uhr
José Carreras Gala.
Live aus Leipzig. Moderation: José Carreras, Kim Fisher. Mit David Garrett, Adoro u. a.
2.12. – 18.30 Uhr (1)
7./13.12. – 6.00 Uhr (1)
9.12. – 18.30 Uhr (2)
14./20.12. – 6.00 Uhr (2)
16.12. – 18.30 Uhr (3)
21./27.12. – 6.00 Uhr (3)
23.12. – 18.30 Uhr (4)
28.12. – 5.55 Uhr (4)
Stars von morgen.
Junge Sinfonie Berlin, Elias Grandy....
Biografisch-kalendarische Parallelen verweisen manchmal – über den puren Zufall hinaus – auf fundamentale Analogien oder Gegensätze. Wenn nun der hundertste Geburtstag von John Cage und der Tod von Hans Werner Henze so nahe beieinander liegen, so lässt dies über etwaige Zusammenhänge reflektieren. Wobei evident scheint, dass beide Komponisten so epochale wie polare...
