Live aus dem Studio
Ein Blick auf die Besetzungszettel dieser beiden historischen Fernsehopern ruft bei mir erst einmal nostalgische Gefühle wach. Ihre Erstausstrahlung habe ich als Schüler auf dem Bildschirm verfolgt, die meisten der beteiligten Sänger noch auf der Bühne erlebt. Beim Wiedersehen fast ein halbes Jahrhundert später ist mein Eindruck sogar noch stärker, was sicher auch mit einigen Qualitäten zusammenhängt, die im heutigen Opernbetrieb verloren gegangen sind.
Um diese Filmdokumente richtig einschätzen zu können, muss man einen kurzen Blick zurückwerfen.
Bis Mitte der sechziger Jahre waren Direktübertragungen oder Aufzeichnungen von großen Opernereignissen im Fernsehen aus technischen, finanziellen, aber auch ästhetischen Gründen eine Seltenheit. Man zweifelte daran, die Dimensionen der Bühne auf den kleinen Bildschirm übertragen zu können. Deshalb produzierte man nach amerikanischem Vorbild – die erste Fernsehoper entstand 1949 in New York – vorzugsweise im Studio, zunächst leichtere Spielopern, später auch schwerere Brocken wie «Macbeth» oder «Jenufa». Der Sound war auf Zimmerlautstärke eingestellt, die Optik dem kleinen Fernsehspiel entlehnt.
Während in Amerika Fernsehopern von Anfang ...
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Opernwelt September/Oktober 2010
Rubrik: Medien | CDs und DVDs, Seite 41
von Ekkehard Pluta
Das Ereignis ist historisch, die Geschichte sicher nicht. Menschen treffen sich – mehr oder minder zufällig – im Kurhotel, um abzureisen. Zur Königskrönung von Karl X. nach Reims, 1825. So mancher Unbill, eine umgestürzte Kutsche und zu wenig Pferde, werden sie schließlich davon abhalten. Und so bleiben sie in Plombières und feiern. Und singen dort einen Toast auf...
Deutschland
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• Operngala (Bosch): 3.9. (Open Air)
• Open-Air-Konzert:
4. (Jakobi), 5.9. (Bosch)
• Kinderkonzert (Jakobi): 5.9. (Mat.)
• Puccini, Madama Butterfly: 19. (P), 26., 30.9.; 7., 9., 16., 22., 30.10.
(Jakobi, Pfeil, Vinciguerra,
Blickenstorfer)
• Der eingebildete Kranke: 25.9.; 17.10.
• Die...
Die Kammeroper «Pnima» war die herausragende Produktion der Münchener Biennale für Neues Musiktheater im Jahr 2000, sie wurde in der Kritikerumfrage dieser Zeitschrift zur «Uraufführung des Jahres» gewählt. Der ethisch und ästhetisch hoch riskante Versuch der 1957 geborenen israelischen Komponistin Chaya Czernowin, die Judenvernichtung durch die Nazis, genauer:...
