Jung geblieben
Ums große Jubiläum hat Charles MacKay nicht viel Wind gemacht. Der General Manager der Santa Fe Opera ist seit 2008 im Amt, doch die Company in New Mexico wurde in diesem Sommer 60 Jahre alt. Gleichwohl verzichtete man auf ein spezielles Festprogramm, setzte bei den fünf Produktionen auf Repertoirestücke und die bewährte Mischung aus szenischer Kulinarik und Regietheater. Diesmal im Angebot: ein «Don Giovanni» von elementarer, surrealer Wucht, in dem die Mächte der Finsternis offenbar die ganze Menschheit in den Würgegriff genommen hatten (Ron Daniel; Premiere: 2.
Juli); eine augenzwinkernd und höchst wirkungsvoll durch die Brecht-Brille gelesene «Fanciulla del West» (Richard Jones; Premiere: 1. Juli); eine packende Wiederbegegnung mit Samuel Barbers «Vanessa», die hier geradewegs aus einem Ibsen-Drama übergelaufen zu sein schien (James Robinson; Premiere: 30. Juli); eine streitbare Version von Gounods «Roméo et Juliette», die in den Südstaaten vor dem Bürgerkrieg spielt (Stephen Lawless; Premiere: 16. Juli); schließlich eine blitzsauber getaktete Deutung von Strauss’ «Capriccio», die mühelos Elemente des 18. und des 20. Jahrhunderts zusammenspannte (Tim Albery; Premiere: 23. ...
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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 92
von Simon Williams
ARD-ALPHA
4.9. – 20.15 Uhr (1)
18.9. – 20.15 Uhr (2)
ARD-Musikwettbewerb.
1. 2010; 2. 2012. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
11.9. – 11.00 Uhr
Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs
blicken zurück. Mit Robert Holl und Olena Tokar.
25.9. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons dirigiert
Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung.
30.9. – 19.30 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
arte
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Es mag paradox klingen bei einem Musiker, der sich der Alten Musik verschrieben hat: René Jacobs ist ein Künstler, der immer in die Zukunft blickt, voller Pläne und neuer Ideen. Nur deshalb konnte er so viele unbekannte und vergessene Kompositionen wieder zum Leben erwecken und uns so viele scheinbar vertraute Werke überraschend anders hören lassen. Ich denke an...
«Wagners Leben ist so oft erzählt worden, dass es nicht mehr erzählbar ist.» Das ist kein Stoßseufzer aus dem Jubiläumsjahr 2013, in dem zu Richard Wagners 200. Geburtstag erwartungsgemäß eine erhebliche Welle an (auch unerheblicher) Literatur über uns hereinbrach. Nein, Carl Dahlhaus urteilte so vor 45 Jahren in der Einleitung zu seinem Band über die Musikdramen....
