Irischer Segen

Derry sticht mit Gerald Barrys «The Importance of Being Earnest» das Wexford Festival aus

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Mit Recht durfte sich Irland im Oktober ein paar Tage lang als Nabel der Opernwelt fühlen – nicht nur wegen des Wexford Festivals, sondern auch dank der von Antony McDonald stilsicher und geschmackvoll eingerichteten Neuproduktion von Gerald Barrys meisterhafter Oper «The Importance of Being Earnest» in Derry/Londonderry.

In Wexford präsentierte man in drei Tagen vier sorgfältig ausgewählte Werke, geschnürt zu ­einem gewohnt experimentierfreudigen Programmpaket.

Herausragend die beiden Einakter «Thérè­se» und «La Navarraise» von Jules Massenet, die Carlos Izcaray am Pult mit nuanciertem Feingefühl und wohldosierter Zügellosigkeit interpretierte. Nora Sourouzian, Philippe Do und der hochtalentierte irisch-stämmige Amerikaner Brian Mulligan imponierten in Renaud Doucets prätentiöser Inszenierung von «Thérèse» als perfekt ausbalanciertes Vokaltrio. Während Mulligan stimmlich wie darstellerisch in beiden Massenet-Einaktern gleichermaßen punkten konnte, bestach Nora Sourouzian vor allem als verzweifelte Anita in «La Navarraise» – auch wenn ihre finale Wahnsinnsszene vor einer eindrucksvollen Picasso-«Guernica»-Kulisse nicht restlos überzeugte.

Die nächste Produktion, Ni­no Rotas ...

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Opernwelt Dezember 2013
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Tom Sutcliffe

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