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JUBILARE
Ingeborg Hallstein kam 1936 in München zur Welt und erhielt ersten Gesangsunterricht bei ihrer Mutter, der Sopranistin und Gesangspädagogin Elisabeth Hallstein. Nach weiterem Gesangs- und Schauspielunterricht debütierte sie 1958 in Passau als Musette in Puccinis «La Bohème». Es folgten Engagements am Theater Basel und am Münchner Gärtnerplatztheater, bevor Hallstein 1961 an die Bayerische Staatsoper wechselte, wo sie bis 1973 zum festen Ensemble gehörte. Gastspiele führten sie u. a.
zu den Salzburger Festspielen, an die Deutsche Oper Berlin, die Stuttgarter Oper, die Wiener Staatsoper, das Teatro La Fenice in Venedig, das Londoner Royal Opera House und das Teatro Colón in Buenos Aires. Durch Auftritte in TV-Produktionen von Opern und Operetten sowie in Unterhaltungsshows wurde sie einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Dank ihrer wendigen, bis in extreme Höhen reichenden Stimme gilt Hallstein als eine der bedeutendsten Koloratursopranistinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von 1978 bis 2006 hatte Ingeborg Hallstein eine Professur für Gesang an der Musikhochschule in Würzburg inne, danach gab sie Privatunterricht, leitete Meisterkurse und wirkte als Jurorin. Heute ...
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Opernwelt Mai 2016
Rubrik: Service, Seite 62
von Marc Staudacher
Die Idee zu einem Album mit Arien, die Georg Friedrich Händel für seine Londoner Primadonna Francesca Cuzzoni komponierte, ist nicht neu. Lisa Saffer und Nicholas McGegan waren 1991 wohl die Ersten, die eine solche Ariensammlung vorlegten, 2009 folgte Simone Kermes, begleitet von der Lautten Compagney unter Wolfgang Katschner. Jetzt begibt sich die...
Es war ein Kuriosum der Operngeschichte, eine Art Doppel-Uraufführung in einem Zeitraum von vier Monaten: Im Dezember 1925 kam an der Berliner Staatsoper Alban Bergs «Wozzeck» heraus, die grandiose Vertonung des grandiosen Büchner-Dramas; im April 1926 brachte das Stadttheater Bremen eine Opernfassung desselben Stoffes von seinem damaligen Generalmusikdirektor...
Energie, die mit Farbe nach dem Leben greift: Der Bühnenraum ist voller Scheiben, aufgehängt wie vertikale Perlenketten in geometrischem Raster. Ihr Kolorit changiert, passt sich Ebbe und Flut der Musik an. Links ein wirrer, struwwelbärtiger Mann, die Beine in enormen Klötzen. Ein wenig erinnert er uns an Fafner. Oder an Rübezahl. Er scheint in Gedanken versponnen,...
