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Jubilare
Er zählt zu den vielseitigsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts: Herbert Blomstedt, in den USA als Sohn schwedischer Eltern geboren, erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Stockholm und an der Universität Uppsala. Später studierte er Dirigieren an der Juilliard School of Music in New York, zeitgenössische Musik in Darmstadt sowie Renaissance- und Barockmusik an der Schola Cantorum in Basel und arbeitete unter Igor Markevitch in Salzburg und Leonard Bernstein in Tanglewood.
Im Februar 1954 debütierte Herbert Blomstedt als Dirigent mit dem Stockholmer Philharmonischen Orchester. Von 1975 bis 1985 war er Chefdirigent der Staatskapelle Dresden, zwischen 1985 und 1995 Music Director des San Francisco Symphony Orchestra, anschließend Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters in Hamburg (1996-1998), bevor er als 18. Gewandhauskapellmeister nach Leipzig wechselte (1998-2005). Gastdirigate führten ihn u. a. zu den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Concertgebouw Orchestra und den Symphonieorchestern in Boston, Chicago, Cleveland, Pittsburgh, New York und Los Angeles. 2011 gab er sein Debüt bei ...
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Opernwelt Juli 2012
Rubrik: Service, Seite 68
von Marc Staudacher
Eisig mutet die Musik an, wie gefroren. Mit Nachdruck bohrt sie sich in die Gehörgänge, reibungsreich in der klirrend-angespannten Harmonik, schneidend immer wieder, Verzweiflung und Schönheit in eins setzend, alles andere als geschickt lancierte Dutzendware. Es ist aber auch Musik von einer Empfindungstiefe sondergleichen. «Gelido in ogni vena» heißt die Arie,...
Eine ordentliche Landschaft aus Holzplanken, zeitlich im Großraum «historisch» situiert. Links steht eine Hütte, rechts deutet ein Boot ein Gewässer an. Eine Rampe zieht sich quer durch den Bühnenhintergrund, den Hang hinab fällt ein messianisches Licht – von hier muss Onegin kommen. Der erweist sich freilich nicht als Messias, nicht einmal als strahlender Galan,...
Mitten hinein in den Höhepunkt der Kölner Opernkrise fiel die letzte Neuproduktion für das marode Stammhaus am Offenbachplatz, das zwecks Sanierung nun bis 2015 geschlossen bleibt. Anfang Mai gingen noch die Wogen über die nicht gesicherte Finanzierung der kommenden Spielzeit und den angekündigten Abgang des Intendanten Uwe Eric Laufenberg hoch, die Premiere von...
