Improvisationskünstler

Trotz andauernder Umbauten im Großen Haus funktioniert der Betrieb am Theater Rudolstadt. Jüngster Beleg: die Wiederaufführung von Luigi Cherubinis «Idalide» in der Ausweichspielstätte in Saalfeld

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Der weinrote Teppich liegt noch im Foyer, doch die Bauarbeiten haben ihre Spuren hinterlassen. Im Boden klafft ein Loch, darin Zigarettenstummel, geleerte Bierflaschen reihen sich in einem Regal aneinander. Durch Bohrlöcher brach Putz aus der Decke , es ist kühl und feucht.  Seit mehr als zwei Jahren findet keine Veranstaltung mehr statt im Großen Haus des Theaters Rudolstadt. Auf der dunklen Bühne des 260-Plätze-Baus surrt ein Luftentfeuchter vor sich hin.

Ursprünglich sollten sich die Sanierungsarbeiten mittlerweile dem Ende entgegenneigen.

Stattdessen rechnen die Verantwortlichen mit zwei Jahren Verzögerung. Das eigentliche Bauprojekt hat noch nicht einmal begonnen. Der Zuschauerbereich bekommt einen gläsernen Umfassungsbau. Die neue Mauer soll tief in die Erde reichen – um das Wasser der Saale abzuhalten, die hinter dem Theater im begradigten Bett verläuft. Während des Hochwassers 2013 bahnte sich der Fluss seinen alten Weg und drückte von unten ins Gebäude. Im Keller stand das Wasser bis zu 30 Zentimeter hoch. Im Notenlager ließ der Schimmel nicht lange auf sich warten.

Glück im Unglück: Bund und Länder setzten einen Hilfsfonds gegen Hochwasserschäden auf. «Da haben wir ...

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Opernwelt Juni 2019
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Nora Sophie Kienast

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