Im Flughafen

Bergen, Floyd: Susannah

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Vor fünfundzwanzig Jahren von der Dirigentin Anne Randine Øverby auf privater Basis gegründet, ist die Vest Norges Opera in Bergen nach der Norske Opera in Oslo das zweite Opernhaus Norwegens, doch muss sie mit drei Prozent des dortigen Budgets auskommen. Seit einigen Jahren beteiligt sich der Staat mit zweihunderttausend Euro, die Stadt mit zweihundertzwanzigtausend Euro und das Land mit einhundertzwanzigtausend Euro an den laufenden Kosten. Das ist zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.

Ohne die großzügige Hilfe von privaten Sponsoren (darunter an erster Stelle ein Nachfahre Edvard Griegs) und die freiwillige Mitarbeit von Technikern und Choristen wäre der Spielbetrieb nicht aufrechtzuerhalten.  
Mit vier bis fünf neuen Produktionen pro Spielzeit muss man auf Nummer sicher gehen. Einmal im Jahr gibt es ein großes Freilicht-Spektakel – im vergangenen Sommer war es «Aida», dieses Jahr ist «Il trovatore» geplant –, zum Ausgleich riskiert man den Versuch mit ge­mäßigter Moderne. Jetzt konnte man mit Carlisle Floyds «Susannah» sogar eine skandinavische Erstaufführung anbieten.
1955 in der Ära McCarthy entstanden, ist die vom Komponisten selbst getextete, auf der biblischen Erzählung ...

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Opernwelt Mai 2006
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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