Geschenk zur Silberhochzeit
Nach dem «Onkel aus Boston», den Helmuth Rilling aus der Versenkung geholt und wieder aufführungstauglich gemacht hatte (vgl. OW 11/2004), gilt es nun erneut einen Repertoire-Exoten zu begrüßen: «Heimkehr aus der Fremde» heißt das «Liederspiel in einem Akt», das am 26. Dezember 1829 uraufgeführt wurde.
Man vergegenwärtige sich folgende Situation: Einhundertzwanzig geladene Gäste drängen sich im Gartensaal des Mendelssohn’schen Hauses in der Leipziger Straße in Berlin. Anlass der Feier: Silberhochzeit von Abraham und Lea Mendelssohn.
Ihre Kinder Fanny, Felix, Rebecca und Paul zeigen größte Geschäftigkeit. Sie bereiten den Clou des Abends vor, die Aufführung von Felix’ neuester Komposition. Der damals Zwanzigjährige hatte für diesen Abend ein «Festtagsidyll» von gut einer Stunde Dauer geschrieben. Es sollte Mendelssohns letztes abgeschlossenes Bühnenwerk bleiben.
Nach der Ende der siebziger Jahre für EMI entstandenen Aufnahme mit Heinz Wallberg am Pult und den Solisten Schreier, Fischer-Dieskau, Donath, Schwarz und Kusche liegt nun unter Helmuth Rillings Führung eine zweite Lesart dieser Mini-Oper auf CD vor; dabei handelt es sich um einen Live-Mitschnitt vom Oktober 2003 aus der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
In Worms in der Von-Steuben-Straße befindet sich die ehemalige Großherzogliche Lateinschule, die heute den Namen «Rudi-Stephan-Gymnasium» trägt – benannt nach einem Komponisten, der sein junges Leben im Ersten Weltkrieg lassen musste und daher von der Nachwelt meist unbeachtet blieb. 1909, im Alter von gerade einmal zweiundzwanzig Jahren, begann Rudi Stephan die...
Ein Handlungsreisender in Sachen Rache. Hamlet schleppt Koffer, blickt unsicher umher: Wo bin ich hier? Das fragt sich nicht nur er, sondern wohl auch ein Großteil der Zuschauer bei dieser ersten «Hamlet»-Aufführung in der Geschichte der Rheinoper. Ursprünglich sollte die Premiere bereits im neuen Einjahres-Ausweichquartier, im RheinOperMobil, stattfinden, doch...
Hamburgs neue Opernintendantin und Generalmusikdirektorin Simone Young plant für die nächsten Jahre einen umfassenderen Britten-Zyklus für ihr Haus. Sie darf dabei auf die gute Britten-Tradition der Hamburger Oper verweisen, die einst mit Günther Rennert begann. Nachdem es längere Zeit einmal um das Opernschaffen des Komponisten etwas ruhiger geworden war,...
