Hollywood am Main

Händel: Giulio Cesare Frankfurt / Oper Frankfurt

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Zum Auftakt lautes Telefonklingeln. Kein Handy, denn auf der Bühne springt ein Anrufbeantworter an: Michael, Tanja Ariane und Paula sind nicht zu Hause, tönt es vom Band. Doch dann stürmen sie schon ins schicke Loft: Michael Nagy (Giulio ­Cesare), Tanja Ariane Baumgartner (Cornelia) und Paula Murrihy (Sesto) samt Partygefolge. Die Stimmung kippt, als ein Geschenk ausgepackt wird: Wie kam ein Paket mit abgeschlagenem Kopf ins Haus? Dazu ertönt Händels Musik – und die Darsteller verwandeln sich in die Figuren der Oper.



Inspiriert sind sie von Ägypten-Klischees, die wir alle aus zahlreichen Cleopatra-Filmen kennen. Der Kinokniff wird ganz wörtlich genommen: Die Wohnung wird wie eine Linse zu einer gewaltigen Bühne aufgezogen, auf der sich die Figuren in ­einer Art trockengelegtem Schwimmbecken tummeln. Kostümbildnerin Katharina Tasch trimmt mit ein paar Accessoires die heutige Alltagskleidung auf historisch, Bühnenbildner Herbert Murauer verbindet mit rastlos wehenden weißen Vorhängen die Szenen, schafft Auf- und Abtrittsmöglichkeiten. Halsbrecherische Treppen, Cleopatra im Schaumbad in der Löwenfußwanne: Das Publikum wird mit großem Kino unterhalten, ein langer Abspann stellt in ...

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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Panorama, Seite 38
von Claus Ambrosius

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