Himmelstürmer
Bonjour Frankreich! Ein besseres Motto lässt sich für die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci kaum denken. 16 Tage und Nächte lang erinnerten zahlreiche Künstler nicht nur an den Geist einer Verständigung, für den repräsentativ der intellektuelle Diskurs von Friedrich II. und Voltaire gestanden hat, sondern machten einem interessierten Publikum noch einmal all das anschaulich, worauf sich die Kultur, aber auch das gegenwärtige Erscheinungsbild der Stadt letztlich gründet.
Einen Monopteros, wie Antoine Fontaine ihn auf die Bühne des Hans Otto Theaters zaubert, findet man auch auf dem Ruinenberg nördlich von Schloss Sanssouci, und wenn auf dessen Stufen heutzutage auch kein Pygmalion mehr verzweifelt, kann man sich Anders J. Dahlin durchaus als einen Bildhauer vorstellen, dem die eigene Schöpfung nicht mehr aus dem Kopf will. Das Haar verstrubbelt, die Beine in einer verschmierten Jeans, das Hemd knallbunt, unter dem tätowierte Arme schimmern, wirkt er in der Inszenierung von Natalie van Parys zunächst wie ein etwas zu lang geratener Schlaks, den möglicherweise ganz einfach die Sonne gestochen hat. Wie anders wäre der plötzliche Lichteinfall zu erklären, der auf einmal seine Skulptur ...
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Opernwelt August 2016
Rubrik: Panorama, Seite 47
von Hartmut Regitz
Ein Tisch steht auf der Bühne, darauf liegt ein Berg alter Kleidung. Tot die, die sie getragen haben: Den Mann und fünf Söhne hat die Irin Maurya an das Meer verloren, nur der sechste, Bartley, blieb ihr noch. Und der will heute, bei Sturm, hinausfahren. Unterdessen quält sich Königin Dido, weil sie Aeneas liebt und doch dem verstorbenen Gatten treu bleiben...
ARD-ALPHA
7.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack aus Mailand.
Mit Martin Grubinger.
7.8. – 20.15 Uhr
Internationaler Musikwettbewerb der ARD.
Rückblick auf den 57. Wettbewerb 2008.
14.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack aus Norwegen.
Mit Sol Gabetta.
15.8. – 11.00 Uhr
Bernard Haitink dirigiert
Beethoven: Missa solemnis.
21.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack mit Blasmusik-Spezial.
Mit Martin Grubinger.
21...
Die Ungarische Staatsoper steht in der «illiberalen Demokratie» Viktor Orbáns glänzend da. Geleitet wird sie seit 2011 von Szilveszter Ókovács, einem Vertrauten des allmächtigen Ministerpräsidenten. Das Jahresbudget des Hauses beträgt umgerechnet etwa 40 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel wie im Jahre 2010, vor dem Durchmarsch der rechtspopulistischen,...
