Große Sänger, kleine Schwächen

Neue historische Recitals bei Preiser, Dutton, Orfeo und Deutsche ­Grammophon

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Die niederländische Sopranistin Gré Brouwenstijn (1915-1999) war einige Jahre lang eine wichtige Säule der Bayreuther Festspiele, in ihrer Heimat und in England hat man sie besonders als Verdi-Interpretin geschätzt. Der größte Teil ihrer von der Firma Philips produzierten Aufnahmen wurde im CD-Zeitalter nicht mehr aufgelegt. Preiser hat nun einige Einzeltitel zu einem repräsentativen Porträt zusammengestellt. Die Expansionsfähigkeit und die hohe Leuchtkraft der Stimme faszinieren in allen Fällen.

Freilich neigt die Sängerin dazu, stimmlich die Muskeln spielen zu lassen, nicht nur als Rezia in Webers «Oberon» oder Senta, auch lyrische Rollen wie Agathe, Elsa und «Tannhäuser»-Elisabeth geht sie mit einer Hojotoho!-Haltung an. Dabei zeigt sie auch bei Wagner, dass sie schöner Piani fähig ist. Trotz mäßiger Orchesterbegleitung gelungen sind die Verdi-Arien aus «Trovatore», «Ballo in maschera», «Forza del destino» und «Don Carlo» – hier geht die stimmliche Entfaltung mit idiomatischer Phrasierung und emotionaler Glaubwürdigkeit einher.
Im Bewusstsein der Musikfreunde lebt die von Toscanini entdeckte, kürzlich verstorbene amerikanische Sopranistin Teresa Stich-Randall (1927-2007) vor ...

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Opernwelt März 2008
Rubrik: CDs, Seite 56
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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