Familienübel
Gut, wenn man Verwandtschaft hat! Engelbert Humperdinck wäre aus seiner Schaffenskrise vielleicht nie herausgekommen, hätte seine Schwester nicht Vertonungen ihrer Liedtexte benötigt: Ein Puppenspiel wollte sie einstudieren, «Hänsel und Gretel», nur für den Hausgebrauch. Humperdinck machte gleich eine abendfüllende Oper daraus, Schwager und Vater stiegen in die Textproduktion mit ein. Als «Familienübel» sei seine Märchenoper entstanden, schrieb der Komponist später im Scherz.
Am Theater Hof hat Hinrich Horstkotte diesen Aspekt der Entstehungsgeschichte nun aufgegriffen – und eine Neuinszenierung vorgelegt, die sich um die liebe Sippe dreht. Für die Handlungsebene wählt der Berliner einen familienanalytischen Ansatz: Realität und Traumwelt führt er zusammen, Mutter und Hexe sind mit derselben Sängerin besetzt. Indem die Kinder die Hexe überwinden, lösen sie sich zugleich vom mütterlichen Einfluss. Neu ist diese Idee nicht. Horstkotte fügt ihr aber Neues hinzu, indem er den Emanzipationsprozess zugleich schlüssig aus Humperdincks Biografie deutet. Denn auch der Komponist musste sich lösen – von Richard Wagner, dem er einst in Bayreuth assistiert hatte. Vom großen Vorbild lernte ...
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Opernwelt Mai 2016
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Eva Kröner
Zu den beglückendsten Erfahrungen in die Jahre gekommener Musikliebhaber gehört die Begegnung mit jungen Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Kinder oder Enkel sein könnten. Die Norwegerin Mari Eriksmoen hat sich mit ihren Mozart-Auftritten im Theater an der Wien und beim Festival in Aix-en-Provence bereits einen Namen gemacht; in René Jacobs’ Einspielung der...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
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www.theater-aachen.de
– Die Entführung aus dem Serail: 1., 20., 22., 27., 29.
– Au Monde: 12.
– West Side Story: 15.
– Tannhäuser: 16.,...
Über tausend Lieder hat Mikis Theodorakis geschrieben, die meisten auf Texte griechischer Lyriker seiner Zeit. Stücke für die Straße, den Tanzboden, das Haus, den Konzertsaal. Kleine Ermutigungen in einer todessüchtigen Welt. Miniaturen für ein besseres, gerechteres Leben in Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Kurzgeschichten, die von Lust und Leid, Werden und...
