Erinnerungen an einen Ausnahmesänger
Es ist schon verwunderlich, dass über Gottlob Frick, den König der deutschen Bassisten der Nachkriegszeit, bis dato zwar eine Fülle von Einzeldarstellungen existierten, aber keine Biografie zur Verfügung stand.
Jetzt allerdings ist dieser Mangel behoben durch den im Stieglitz-Verlag erschienenen Titel «Der Sängerfürst» von Klaus Günther, der zum diesjährigen Sängertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft im Konzerthaus Mühlehof in Mühlacker vorgestellt wurde, im Rahmen der festlichen Verleihung der Gottlob-Frick-Medaille in Gold an den auch für diese Zeitschrift tätigen Musikjournalisten Thomas Voigt.
Günthers Buch, das sich im Untertitel «Gottlob Frick und seine Zeit» nennt, stellt detailliert den Werdegang des aus dem schwäbischen Ölbronn gebürtigen Sängers vom Stuttgarter Choristen zum Bassisten von Weltgeltung dar, der mit seinem sprichwörtlich schwarzen Bass in den fünfziger und sechziger Jahren auf den großen Musikbühnen Europas eine in seinem Fach entscheidende Rolle spielte. Dabei werden neben genauen Aufführungs- und Besetzungsangaben zahlreiche Ausschnitte aus Zeitungsrezensionen ebenso herangezogen wie Erinnerungen von Zeitzeugen, namentlich Kollegen des Sängers, so ...
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