Editorial

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Warum nicht gleich? Nach vielen inneren und äußeren Querelen, nach Monaten, in denen die Staatsoper Stuttgart nahe am Abgrund stand, plötzlich das: Jossi Wieler wird Intendant. Er folgt Albrecht Puhlmann, der 2010 nach fünf Jahren ausscheidet. Eine Überraschung. Und auch wieder keine. Denn Wieler fing 1994 in Stuttgart an, Opern zu inszenieren. Da war er im Schauspiel längst ein viel gefragter Mann. Geboren ist er 1951 in der Schweiz, ausgebildet wurde er in Tel Aviv. In Israel entstanden auch seine ersten Arbeiten.

Die Stuttgarter Ära von Klaus Zehelein wurde von Jossi Wieler wesentlich mitgeprägt. Es war mehr als «nur» eine Reihe von erfolgreichen Produktionen. Es war auch ein Stück Identität des Hauses, die sich da formierte. Und wer Wieler sagt, muss auch Morabito sagen: Der Dramaturg und Co-Regisseur mischte stets als Vor- und Nachdenker, Dialogbefeuerer mit. Gemeinsam hat das Duo inzwischen mehr als zwanzig Operninszenierungen erarbeitet. Außerhalb Stuttgarts ging es auch mal daneben (der Mozart-Zyklus in Amsterdam, Verdis «Maskenball» in Berlin), einmal aber auch ganz besonders gut: «Ariadne auf Naxos» bei den Salzburger Festspielen wurde 2002 in dieser Zeitschrift zur ...

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Opernwelt November 2009
Rubrik: editorial, Seite 1
von Stephan Mösch und Albrecht Thiemann

Vergriffen
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