Der schöne Schein als Geschäftsmodell
Es ist nicht klar, wer die Idee zuerst hatte; sie ist nicht neu, aber originell. Wenn Opernsänger jeden Abend so tun, als ob sie lieben und sterben, dazu mit stumpfen Schwertern kämpfen und – in einer Welt aus Holz und Pappe, die so beleuchtet ist, dass sie die Zuschauer für echt halten – Gift trinken, das gar nicht giftig ist: Reicht es dann nicht auch, nur so zu tun, als würde man sie anständig bezahlen? Gleiches gilt natürlich für Choristen, Regisseure, Inspizienten und Bühnenbildassistenten. Natürlich, ein paar Sänger werden die Sache durchschauen und richtige Gagen fordern.
Aber die meisten werden der Illusion erliegen – oder sie hinnehmen wie eine schlechte Inszenierung.
Die Oper, das Kraftwerk der Gefühle, ist in diesem Punkt hart und kalt. Und die Kälte gehört zum Geschäft. Denn es ist die Kunst der Intendanten, mit einer begrenzten Menge Geld möglichst viel anzustellen. Die Kunst der Sänger aber ist der Gesang – und da haben die meisten sehr oft nur eine Option: singen, zu welchem Preis auch immer. Oder eben nicht singen.
Bei einer Podiumsdiskussion am Rande des von der Bertelsmann Stiftung veranstalteten Wettbewerbs «Neue Stimmen» im Mai in Berlin (Foto) skizzierte ...
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Opernwelt August 2016
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Florian Zinnecker
Am Brunnen vor dem Tore da steht ein Lindenbaum: Ich träumt’ in seinem Schatten so manchen süßen Traum. Bei Prosa spielt der Zeilenumbruch keine Rolle, bei poetisch gestalteter Sprache ist er entscheidend. Haben Sie die vier Verse mit dem Reim erkannt? Ja sicher, aber Sie kannten Wilhelm Müllers Dichtung, nicht wahr?
In CD-Booklets und Programmheften werden...
Die Bilder sind nur allzu vertraut. Im Hintergrund der «Puritani», der letzten Oper Vincenzo Bellinis, tobt einer jener Religionskriege, von denen heute Tag für Tag Schreckensnachrichten um die Welt gehen. Andreas Homoki, der «I puritani» am Opernhaus Zürich auf die Bühne gesetzt hat, stellt die Parallele und damit die Aktualität des Stoffs scharf ins Licht. Zur...
ARD-ALPHA
7.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack aus Mailand.
Mit Martin Grubinger.
7.8. – 20.15 Uhr
Internationaler Musikwettbewerb der ARD.
Rückblick auf den 57. Wettbewerb 2008.
14.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack aus Norwegen.
Mit Sol Gabetta.
15.8. – 11.00 Uhr
Bernard Haitink dirigiert
Beethoven: Missa solemnis.
21.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack mit Blasmusik-Spezial.
Mit Martin Grubinger.
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