Blitz, Donner, Angst, Tod
Alexander Pereira gehört zu denen, die man manchmal vor ihren eigenen Worten schützen muss. Von dramaturgischen Leitlinien und Motti hält der Zürcher Opern- und künftige Salzburger Festspielintendant erklärtermaßen nichts. Was aber ist es dann, wenn er in ein und derselben Zürcher Spielzeit drei Künstleropern vom Gewicht des «Palestrina», der «Meistersinger» und des «Mathis» stemmen lässt? Und wenn er nach dem «Otello» des alten Giuseppe Verdi in kurzem Abstand auch den des jungen Gioacchino Rossini folgen lässt?
Wer sich über diesen «Otello», die 18.
(!) Oper des 24-Jährigen, kundig machen will, stößt auch in der Wissenschaft unwillkürlich auf verzückte Statements. Das, so heißt es überall, sei der früheste genuin romantische, obendrein nahezu durchkomponierte Geniewurf der Operngeschichte. Und anders kann nicht reagieren, wer das Finalbild des «Otello» jetzt wieder bestaunte – und sich jeden Vergleich mit Verdis 71 Jahre jüngerer Version verkneift. Wie da der ahnungsvolle (Dante-)Gesang des Gondoliere in Desdemonas Todesgedanken hereintönt, wie sich ihr immer wieder neu koloriertes Lied vom Weidenbaum Variation um Variation dem Zerbröckeln, dem Versiegen entgegensingt, wie Donner ...
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Opernwelt April 2012
Rubrik: Im Focus, Seite 12
von Heinz W. Koch
ARTE
1.4. – 16.05 Uhr
Joshua Bell.
Dokumentation über den amerikanischen Violinisten von Eva Münstermann.
1.4. – 18.30 Uhr
6./12./18./24./30.4. – 6.00 Uhr
Myung-Whun Chung dirigiert
Rossini und Mendelssohn. Orchestre Philharmonique de Radio France.
2.4. – 0.30 Uhr
Mozart: La finta giardiniera.
Auszüge. Festival d’Aix-en-Provence 2010. Inszenierung: Emmanuelle Cordoliani....
Lajos Lencsés, Solo-Oboist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR (RSO) von 1971 bis 2008, war «schockiert», als er in Südfrankreich aus der Presse erfuhr, was seinem ehemaligen Orchester droht: die Fusion mit dem SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg (SO). Peter Boudgoust, der Intendant des Südwestrundfunks, hatte Anfang Februar den Verwaltungsrat...
«Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende», lautet der 13. Vers des 22. Kapitels der Offenbarung des Johannes. Auf ihn bezieht sich der Titel «… 22,13 …», den der 1964 in Paris geborene Mark Andre seiner 2004 entstandenen «Musiktheater-Passion» gegeben hat. Andres Apokalypse ist eine leise. Eine extrem leise sogar – mit vielen...
