Bellini: Norma

Regensburg

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«Norma» ist in Regensburg eine Sänger­oper, was Georgios Vranos mit dem gleichermaßen kraftvoll aufspielenden wie geschmeidig begleitenden Philharmonischen Orchester unterstreicht. Die Solis­ten nutzten alle Möglichkeiten, ihre Qua­litäten in den Dienst der Tragödie zu stellen. Christina Lamberti trumpfte mit tragender Stimme auf. «Casta diva» begann sie distanziert, fand dann aber fast unmerklich, assistiert vom Chor, in den inbrünstigen Ton der Preghiera hinein.

Am stärksten war sie in den Ensembles, sei es mit dem kraftvoll-heldisch zupa­ckenden Pollione von Yoon-Jong Kook, sei es im leidenschaftlichen Duett mit der kurzfristig eingesprungenen Adalgisa von Rita Kapfhammer. Kook gelangen in seiner Traumerzählung anrührend-­lyrische Töne, mit denen auch Christina Lamberti in ruhigeren Szenen bestach. Technisch überzeugend und dazu darstellerisch absolut glaubwürdig, lieferte Rita Kapfhammer die wohl ergreifendste Leistung des Abends. Auf Martin-Jan ­Nij­hofs balsamisch strömenden Basso cantante dürften bald größere Aufgaben zukommen.
Die Bühne – das enge weiß-graue Zimmer Normas, ein finsterer Druidenhain aus Mauerresten und, aus der Unterbühne auffahrend, das nüchterne Quartier ...

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Opernwelt April 2008
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 51
von Gerhard Heldt

Vergriffen
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