Apropos... Silberstimme
Ärgert es Sie eigentlich, wenn Sie immer wieder auf den «Freischütz»-Film angesprochen werden?
Vor einem Jahr habe ich entschieden, dass ich nicht mehr selbst darauf hinweise, weil ich mich ja nicht immer auf meine Anfänge berufen muss. Prompt wurde ich nicht mehr darauf angesprochen – bis jetzt! Der Film war einfach ein großes Glück für mich. Tolle Kollegen, die perfekte Rolle. Ich hatte wenig Zeit für die Vorbereitung und konnte mich gleich reinwerfen. So was mag ich.
Warum das frühe Risiko der Freiberuflichkeit?
Ich hatte sowieso nur einen Residenzvertrag für drei Produktionen. Dann kamen der «Freischütz»-Film und parallele Anfragen. Die Entscheidung war also gar nicht so schwierig. Wenn ich irgendwo fest gewesen wäre, hätte ich Venedig, Salzburg, Zürich und Baden-Baden nicht annehmen können … Vielleicht bin ich irgendwie mehr gemacht für das, was ich gerade tue, als fürs Ensembletheater. Aber das kann sich auch ändern.
Zurzeit singen Sie sehr viele Konzerte. Die Oper scheint ein wenig ins Hintertreffen zu geraten.
Nach Abschluss meines Studiums 2012 habe ich zwei Jahre fast nur Oper gesungen, war dadurch auch kaum zu Hause. Das war zwar sehr spannend, doch beim dritten Mal in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Mai 2016
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Markus Thiel
Karen Stone steht das Glück ins Gesicht geschrieben. Es hat funktioniert, das neue Stück, das Christoph Hein und Sidney Corbett für «ihr» Theater geschrieben haben. Über einen uralten Stoff, die Geschichte von Abraham, Sara und Hagar aus der Genesis, dem ersten Buch Mose. Die Uraufführung (am 18. März) im kleinen Schauspielhaus an der Otto-von-Guericke-Straße –...
Für Susanne Elgeti streift Dieter Schnebel noch einmal den Talar über, richtet das geteilte Beffchen des reformierten Protestanten, hebt die Arme und spricht den Segen für eine imaginäre Gemeinde. Die Kirche ist leer, der Atem geht schwer. Vom «Friede Gottes» hören jetzt nur die Regisseurin und ihr Team. Gut so?, fragt der Blick des Pfarrers a. D. Der «Friede...
Auch in der Ära Konrad Adenauers und Charles de Gaulles, als die deutsch-französische Aussöhnung auf der Tagesordnung ganz oben stand, wurden die künstlerischen Leistungen des Nachbarlandes, jedenfalls soweit es die Gesangskunst betraf, östlich des Rheins kaum wahrgenommen. Das hat sich inzwischen geändert. Auch dank des Institut National de l’Audiovisuel (INA),...
