Apropos ... Pop: Malena Ernman
Frau Ernman, hat sich Ihr Leben als Opernsängerin seit Ihrer Teilnahme am Grand Prix verändert?
Definitiv. Einerseits kennen mich seit dem Auftritt viel mehr Menschen. Und dann läuft im Pop-Bereich einfach alles viel schneller als in der Klassik: Man produziert eine CD, und zwei Monate später ist sie auf dem Markt – bei der Klassik dauert das zwei Jahre, und dann hat man Glück, wenn das fertige Produkt noch von dreihundert Fans gekauft wird. Außerdem ist mein Publikum deutlich jünger geworden.
Ich habe mich übrigens darauf eingestellt und halte die Fans per Twitter auf dem Laufenden. Das läuft in der Generation nun mal so.
Auf Ihrem Album «La Voix» findet man Popsongs, aber auch Opernarien. Haben Sie damit ihre neuen Fans auch in die Oper locken können?
Ja, ich habe viele Briefe von Leuten bekommen, die durch mich erst die Oper entdeckt haben. Das finde ich großartig, denn ich bin nun mal in erster Linie Opernsängerin – Pop singe ich mehr zum Spaß.
Bei Ihrem Grand Prix-Auftritt haben Sie auch durch einige sehr hohe Noten beeindruckt, die eigentlich außerhalb der Reichweite eines lyrischen Mezzosoprans liegen…
Tatsächlich reicht meine Stimme über vier Oktaven, und ich könnte auch die ...
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