Apropos ... Playmate
Frau Westbroek, hatten Sie eigentlich jemals etwas von der Existenz einer Frau namens Anna Nicole Smith gehört, bevor man Ihnen die Hauptrolle in «Anna Nicole» anbot?
Aber natürlich! Ich kannte sie von der Guess!-Werbung, durch die sie berühmt geworden ist. Da war sie unglaublich schön! Und den «Naked Gun»-Film mit Leslie Nielsen, in dem sie mitgespielt hat, habe ich auch sehr gemocht.
Was war denn eigentlich das Besondere an dieser Frau?
Für mich liegt die Faszination von Anna Nicole Smith darin, dass sie einerseits alle Grenzen überschritt, sich aber zugleich einen reinen Kern bewahrt hatte: Auf den Youtube-Videos, die von ihr existieren, wirkt sie zwar manchmal egoistisch, aber nie fies oder hinterhältig. Diese Einfachheit hat mich getroffen. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass die Frau ja quasi immer stoned war, weil sie nach ihrer Brustvergrößerung so heftige Rückenschmerzen hatte, dass sie immer starke Medikamente nehmen musste.
Ist von der realen Figur Anna Nicole in der Oper noch viel übrig geblieben?
Das versucht die Oper schon, auch indem sie die Zwiespältigkeit ihrer Existenz zeigt. Einerseits macht Anna Nicole den ganzen Rummel mit und gaukelt sich vor, das Leben könne ...
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Opernwelt Februar 2011
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Jörg Königsdorf
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