Am Ziel
Der «Ring» am Landestheater Detmold ist geschlossen. Intendant und Regisseur Kay Metzger sowie Generalmusikdirektor Erich Wächter haben das Wagnis auf sich genommen und mit der «Götterdämmerung» jetzt einen klaren Sieg davongetragen. Vor allem dem Ensemble und dem Orchester des Landestheaters ist eine für ein Haus dieser Größe höchst beachtliche Leistung gelungen.
Kay Metzger legt sein «Ring»-Konzept als Reise durch die Zeiten an.
«Götterdämmerung» erzählt er als Geschichte der Zukunft – die Gibichungen und ihre Halle erinnern an Science Fiction-Fernsehserien wie «Raumpatrouille Orion». Dass das Ganze zeitenübergreifend gültig ist, erschließt sich dem Zuschauer schon dadurch, dass das Personal aus den vorangegangenen «Ring»-Teilen die Kostüme beibehält, etwa Siegfried im Hippie-Gewand.
Ingeborg Zwitzers war nach ihrem Studium einige Jahre fest am Haus und debütiert nun in der anspruchsvollsten Brünnhilden-Partie. Im ersten Akt flackert die Stimme noch bisweilen, steht die exponierte Lage unter zu viel Druck. Das bekommt Zwitzers im zweiten Akt zunehmend unter Kontrolle, gibt eine intensive und packende Darstellung der Figur, lässt einen dramatischen Sopran von bestechender Präsenz ...
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Ein Kind des Nordens war er von Anfang an. Ein Spross der Hamburger Bürgerkultur. Oder sagen wir besser: ein halber Norde, denn seine Vorfahren sollen aus dem italienischen Adelsgeschlecht d’Pazzi stammen. Dies ist zwar wohl eine Legende, sie hilft aber, Friedrich Pacius gesamteuropäisch zu verorten. Am 19. März 1809 wurde er in eine erst seit 1806 in Hamburg...
Christoph Meyer, der neue Intendant der Deutschen Oper am Rhein, hat seine erste Spielzeit mit zwei Paukenschlägen begonnen: Benjamin Brittens «Peter Grimes» im Opernhaus Düsseldorf und Richard Strauss’ «Salome» im Theater Duisburg. Musikalisch liegen zwischen Brittens sprödem Bekenntniswerk und Strauss’ mit der tödlichen Präzision eines Uhrwerks ablaufendem...
