Magie des Kinos

Matthew Gurewitsch über eine wirkungssichere «Butterfly» an der New Yorker Met und eine neue «Manon» mit Anna Netrebko und Rolando Villazón in Los Angeles

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Die Saison mit einer Neuinszenierung zu eröffnen, ist im Opernbetrieb weltweit gang und gäbe. Die Met jedoch hatte sich seit 1987 für Revivals und hochkarätig besetzte Star-Galas entschieden, deren Programme sich aus herausgelös­ten Akten verschiedener Opern zusammensetzten.

Peter Gelb, der Intendant (und bis vor kurzem umstrittener Chef von Sony Classical) hat somit Berge versetzen müssen, als er seine Amtszeit auf seine Art einläutete, nämlich mit einer «Madama Butterfly»-Produktion des Filmregisseurs und Oscar-Preisträgers Anthony Minghella und dessen erstem Vorstoß ins Operngenre. Ganz neu war diese «Butterfly» freilich nicht – bereits im November 2005 wurde sie an der Eng­lish National Opera in London aus der Taufe gehoben. Das Resultat lässt viele hoffen, diese Arbeit im Dienst der lyrischen Muse möge nicht Minghellas letzte gewesen sein.
Für die Met neugebaut und teilweise überarbeitet, sorgte Minghellas «Butterfly» bei der öffentlichen Generalprobe (die bei freiem Eintritt im Rahmen des ersten «open house»-Projekts in der Geschichte der Met stattfand) für eine Sensation. Nicht anders bei der Premiere: Bei beiden Aufführugen folgte das Publikum dem Geschehen hochkonzentriert ...

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Opernwelt November 2006
Rubrik: Im Focus, Seite 6
von Matthew Gurewitsch

Vergriffen
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