Hollywood war bloß ein Fünftel

Die Ausstellung «Die Korngolds. Klischee, Kritik und Komposition» im Jüdischen Museum Wien – Gerhard Persché sprach mit Kurator Michael Haas

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Korn-Gold ist nun auch eine Farbe. Zwischen Ocker und Braun angesiedelt, wurde sie speziell für die Ausstellung «Die Korngolds. Klischee, Kritik und Komposition» entwickelt, mit der das Jüdische Museum Wien des vor fünfzig Jahren verstorbenen Komponisten Erich Wolfgang Korngold gedenkt – eines der Rätsel der Musikgeschichte: zuerst ungeheuer umschwärmt, dann beinahe vergessen. In acht Rauminstallationen wird zum Teil bislang nie öffentlich gezeigtes Material präsentiert. Kurator ist Michael Haas, ehedem bei Decca Produzent der Reihe «Entartete Musik».



Raum eins: Julius Korngold – der füh­rende Musikkritiker. Raum zwei: «So Gott und Papa will»: In den ersten beiden Installationen dominiert Vater Julius. An ihm führte wohl kein Weg vorbei.
Haas: Erich Wolfgang Korngold kann man überhaupt nicht ohne Julius bespielen, weil alles, was der Sohn tat, mit dem Vater zu tun hatte, positiv oder negativ. Julius kontrollierte als gefürchteter Kritiker der «Neuen Freien Presse» damals das Musikleben Wiens und verdammte alles, was nicht nach österreichischer Tradition roch, vertrieb etwa Schönberg und Schre­ker nach Berlin. Hinzu kam, dass er unbedingter Anhänger Gustav Mahlers war. Dass ...

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Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Magazin, Seite 22
von Gerhard Persché

Vergriffen
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