Schlaglichter auf den Bühnenalltag
Für viele Opernfans ist die Zürcher Oper unter der Ägide von Alexander Pereira zum Fluchtpunkt ihrer Sehnsüchte geworden: Wo sonst hätte man die Möglichkeit, eine derartige Repertoirevielfalt (zumindest was die Opernliteratur vor 1930 betrifft) mit so luxuriösen Besetzungen, obendrein in vergleichsweise intimem Rahmen zu erleben? Und das auch noch in Inszenierungen, die in der Regel einen konsensfähigen Mittelweg zwischen großer Oper und modernem Musiktheater bieten. Kein Wunder, dass die DVD-Produzenten am Limmatquai Schlange stehen.
Bei verschiedenen Firmen ist mittlerweile ein beachtlicher Teil der Zürcher Neuproduktionen der letzten Jahre dokumentiert – Arthaus und TDK, aber auch die Branchenriesen Universal und EMI haben «Oper made in Zürich» im Programm. In gewisser Weise ersetzen diese meist aus drei, vier Abenden zusammengeschnittenen DVDs damit die illegalen Live-Mitschnitte früherer Zeiten und sind zwangsläufig eher Momentaufnahmen aus dem Repertoirealltag mit den üblichen Stärken und Schwächen als echte Referenzaufnahmen.
Auch der bei Arthaus veröffentlichte «Rigoletto» ist solch ein Beispiel für einen «normalen» Zürcher Opernabend. Im Zentrum steht mit Leo Nucci eine ...
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Es ist einer der unvergesslichen Momente der Filmgeschichte: wie sich ganz am Ende von Lewis Milestones «Im Westen nichts Neues» (USA 1930) ein Arm der Hauptfigur weit aus dem Schützengraben reckt, um einen Schmetterling zu fassen – und der Held dabei erschossen wird.
Kenneth Branagh zitiert dieses Bild zu Beginn seiner Verfilmung von Mozarts «Zauberflöte» nicht...
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Ein unerwarteter Auszeichnungsregen: Nachdem die «Deutsche Bühne» das Gießener Stadttheater zum zweiten Mal der Führungsgruppe in der Kategorie «ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Zentren» zuschlug, konnte die Musiktheater-Sparte des Hauses rechtzeitig zum 100-Jahre-Jubiläum auch in der aktuellen Kritikerumfrage der «Opernwelt» punkten. Lukas...
