Auf der grünen Wiese

Besuche bei den Festivals von Garsington, Grange Park und Holland Park

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Festivals gibt es überall. Aber dass das Wachstum der Opernszene hauptsächlich dort stattfindet, und nicht bei den Kompanien mit Ganzjahresbetrieb und festem Sitz, ist eine britische Besonderheit. Das Paradebeispiel liefert natürlich Glyndebourne; das in diesem Jahr seinen achtzigsten Geburtstag feiert und über drei Monate sechs Opern zeigt. Doch zwei andere Festivals haben kräftig aufgeholt und legen an Niveau stetig zu: Garsington und Grange Park.



1989 lud der musikverliebte Financier Leonard Ingrams eine Tourneetruppe in den Garten seines Anwesens in Garsington, beschloss dann, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, und ließ künftig Oxfordshire jeden Sommer zu einer Anlaufstelle für Opernfans werden, Schwerpunkt: Mozart. 2005 starb Ingrams nach einem Besuch bei der Konkurrenz – er kam gerade von einer «Otello»-Vorstellung in Glyndebourne – an einem Herzinfarkt. Das Festival musste sich nach einem neuen Zuhause umsehen und zog 2011 ins nahe Wormsley, auf einen Landsitz der Getty-Familie, wo heute ein blitzender Glaspavillon steht. Diesen Sommer hat Artistic Director Douglas Boyd sechs Wochen mit Beethoven, Offenbach und Janácek gefüllt: Er selbst dirigierte eine musikalisch ...

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Opernwelt August 2014
Rubrik: Magazin, Seite 74
von George Hall

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