Rheinschwimmer
Ende gut, alles gut? Fast. Gewiss scheint, dass der Freiburger «Ring des Nibelungen» nach einem im szenischen Niveau schwankenden «Siegfried» mit der «Götterdämmerung» in ein Finale mündete, das oft überwältigend gelang. Die schiere Makellosigkeit, ja, den Glanz, den Fabrice Bollon mit dem spürbar an der örtlichen SWR-Konkurrenz gewachsenen Philharmonischen Orchester Freiburg und mit dem von Bernhard Moncado exzellent vorbereiteten Chor erzielt, hätte man sich noch vor wenigen Jahren nicht zu erträumen gewagt.
Keines der heiklen (Horn-)Soli, das missraten wäre, dazu die Transparenz, die Dirigent und Musiker(innen) dem verzweigten Motivgewebe angedeihen lassen, die koloristischen Feinheiten, die sie aus den schwebenden Naturklängen filtern – all das spricht für diese immer noch außergewöhnliche Anstrengung eines mittleren Hauses. Und das auch dann noch, wenn eine stärkere Hinwendung zu einem leiseren «Grundton», eine häufigere Abkehr von einem bisweilen etwas vordergründig-geheimnislosen General-Mezzoforte noch glücklicher gemacht hätte.
Erstaunliche Werte erreicht dieser «Ring»-Abschluss auch in der vokalen Ausstaffierung. Vor allem ist das Freiburger Siegfried-Problem mit ...
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