Mit leichter Hand
Die Titel seiner Bühnenwerke heißen «Leonore 40/45», «Penelope», «Schule der Frauen», «La Forêt», «Freispruch für Medea». Für einen viel beschäftigten Opernintendanten waren es beachtlich viele Werke. Rolf Liebermann war zeitlebens persönlich gut organisiert. Keine Zeitverschwendung. Nur so war es möglich, dass er als Intendant der Hamburgischen Staatsoper und danach der Pariser Oper das Niveau sicherte, das man von Häusern dieser Größenordnung erwartet.
Im vergangenen Jahr feierte die Musikwelt Liebermanns hundertsten Geburtstag.
Die Musikwelt? Seit zwölf Jahren ist Rolf Liebermann tot. An den Intendanten Liebermann erinnert man sich immer dann, wenn die Opernhäuser heute das große Jammern anfangen und in die Krise stürzen. Aber der Komponist Liebermann ist daneben doch ungewöhnlich stark in den Hintergrund getreten. Zu Unrecht?
Von einer Liebermann-Welle war an unseren Musiktheatern nicht viel zu bemerken. Da reiste man gern einmal ins ferne Bordeaux. Dort erinnerte die Opéra National de Bordeaux mit einer Aufführung von «L'Ecole des femmes» an den Opernkomponisten Rolf Liebermann – «Dans le cadre de la célebration du centenaire de la naissance de Rolf Liebermann», wie es so schön ...
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Opernwelt Februar 2011
Rubrik: Panorama, Seite 40
von Gerhard Rohde
In Basel gewesen. «Pique Dame» gesehen. Immer wieder nicht schlecht gestaunt. Ab und zu auch nichts verstanden. Zuvor die Theaterzeitung gelesen, im Programmheft geblättert. Manche Überraschung erfahren, doch nicht alles auf der Szene wiedergefunden. So ließe sich's weiter schreiben. Allein, David Hermanns Tschaikowsky-Inszenierung, Christof Hetzers bildnerische...
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Sigrid T’Hooft ist Regisseurin, Musikwissenschaftlerin und Tänzerin. Sie gilt als Expertin für das barocke Theater. Doch ihre Aufführungen sind mehr als ein Trip in die Vergangenheit. Im Mai 2011 inszeniert sie erstmals eine Oper von Mozart: «Così fan tutte» bei den Schlossfestspielen im schwedischen Drottningholm
Frau T’Hooft, auch in der Wiederaufnahme-Saison...
