Loslassen lernen
Sie dirigieren 2016, nach «Lohengrin», Ihre zweite Festspiel-Premiere in Bayreuth: «Parsifal». Mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks haben Sie gerade den dritten Akt konzertant aufgeführt. Ein Testlauf?
In solchen Kategorien denke ich eigentlich nicht. Wir haben nach einer Möglichkeit für konzertante Oper gesucht und sind irgendwann auf «Parsifal» gekommen, wobei eine komplette Aufführung zu lang und zu aufwändig geworden wäre. Ich liebe Wagner. Und gerade dieses Stück ist genial, egal, wo man es spielt.
Natürlich habe ich auch Bayreuth im Hinterkopf. Aber einfach, weil es ein Traum für fast jeden Dirigenten ist, dort im Graben zu stehen.
Christian Thielemann sagte einmal, den «Parsifal» hebe er sich in Bayreuth für später auf, das solle das letzte Stück sein, das er dort dirigiere. Er hat seinen Vorsatz bekanntlich gebrochen. Ist es ein Klischee, dass man für dieses Werk oder auch etwa für Bruckners Symphonien ein bestimmtes Alter, eine gewisse Reife haben muss?
Die Frage stellt sich nicht nur mir ständig: Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, ein bestimmtes Stück oder einen bestimmten Komponisten zu dirigieren? Das betrifft übrigens auch Brahms- und ...
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Opernwelt Mai 2014
Rubrik: Interview, Seite 36
von Markus Thiel
Die Veröffentlichung der CD-Einspielung von Leonardo Vincis «Artaserse» war ein großer Erfolg (vgl. OW 12/2012). Der Jubel setzte sich fort, als das Werk in der Inszenierung des rumänischen Regisseurs Silviu Purcarete auch auf die Bühne kam (vgl. ebenda) – unter anderem an der Opéra national de Lorraine in Nancy, wo der Mitschnitt entstand, der jetzt auf DVD...
Impressum
55. Jahrgang, Nr 5
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752267
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 11.04.2014
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
Operette braucht Stars. Mehr noch als die große Schwester Oper lebt das unterhaltende Musiktheater von charismatischen Persönlichkeiten, die aus brauchbarem Material eine tolle Show machen. Wer die Geschwister Pfister engagiert, bekommt den Glamour gleich im Dreierpack: Auf den Kleinkunstbühnen der Republik sind sie groß geworden, als wahlverwandte Kunstfiguren...
