Britten: A Midsummer Night's Dream
Hamburgs neue Opernintendantin und Generalmusikdirektorin Simone Young plant für die nächsten Jahre einen umfassenderen Britten-Zyklus für ihr Haus. Sie darf dabei auf die gute Britten-Tradition der Hamburger Oper verweisen, die einst mit Günther Rennert begann. Nachdem es längere Zeit einmal um das Opernschaffen des Komponisten etwas ruhiger geworden war, wetteifern die Musikbühnen neuerdings geradezu miteinander im Zeichen Brittens. Sogar Salzburgs Osterfestspiele boten ihrem Publikum voriges Jahr «Peter Grimes» an.
Spannende Aufführungen erlebte man an etlichen Theatern auch bei «Billy Budd» oder «The Turn of the Screw» – zweifellos den interessantesten Opern des englischen Komponisten, während die Wirkung anderer Titel wie «Death in Venice» oder auch von «A Midsummer Night‘s Dream» doch stark nachgelassen hat.
Diesen Eindruck vermochte auch die neue «A Midsummer Night‘s Dream»- Inszenierung, die Regisseur Simon Phillips und Simone Young jetzt gleichsam als Auftakt zum Hamburger Britten-Zyklus herausbrachten, nicht zu verwischen. Phillips möchte, wie er sagt, das Verhältnis zwischen Chaos und Ordnung akzentuieren. Man sieht ein dekoratives, hübsches Chaos im sommernächtlichen ...
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