Im Focus der «Opernwelt»: Juli 2010

Im Focus der «Opernwelt»: Juli 2010

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Einmal erst hatte sich der bildmächtige Theaterzauberer Achim Freyer zuvor mit Wagner auseinandergesetzt: 1994 kam in Brüssel ein traumverlorener «Tristan» heraus. Nun hat Freyer in Los Angeles sein «Ring»-Projekt abgeschlossen. Es steckt voller poetischer, ja visionärer Kraft, die frischer wirkt als manches, was druckfrisch aus der Notenwerkstatt kommt – etwa Jake Heggies in Dallas uraufgeführte Melville-Oper «Moby Dick» oder Daron Aric Hagens «Amelia» in Seattle.

Doch nicht nur die «American Scene», der wir in diesem Focus einen Schwerpunkt widmen, tut sich schwer, neue Perspektiven zu erschließen. Auch die Münchener Biennale drückt sich um entscheidende Fragen nach dem Musiktheater von morgen herum.

Wer hätte gedacht, dass ein Stück wie Rossinis «La donna del lago» plausibel und spannend zu erzählen ist? Christof Loy und Joyce DiDonato machen’s möglich – in Genf. Dass eine prominente Besetzung nicht unbedingt Hochspannung garantiert, zeigt ein Vergleich der «Rheingold»-Premieren an der Scala und der Staatsoper in Sofia. Außerdem in unserem Focus-Teil: José van Dams Abschied als Massenets Don Quichotte sowie Janáceks «Katja Kabanová» in Stuttgart und Bonn.
 

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Opernwelt Juli 2010
Rubrik: Im Focus, Seite 5
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann

Vergriffen
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Ein Traum

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Schwebeleicht

Für jene, die jede Arie dreimal umdrehen, die alles abklopfen auf Logik und Meta-Ebenen, die mit schwerem Dramaturgenwerkzeug am sperrigen Stück schrauben, basteln und löten müssen, für die ist diese Aufführung nichts. So eine «Zauberflöte» hat das Münchner Gärtnerplatztheater außerdem gerade hinter sich. Dass das Gegenteil keine seichte Niedlichkeitsoffensive sein...