Magische Momente

New York, Metropolitan Opera, Verdi: Macbeth

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Ein szenisches Wagnis kann man den neuen «Macbeth» an der Metropolitan Opera kaum nennen. Bei seiner ersten Regiearbeit für das Haus setzte Adrian ­Noble, langjähriger Künstlerischer Leiter der Royal Shakespeare Company, auf einen monumentalen, prestigebewussten, luxuriösen und etwas anonymen Stil, den sein Vorgänger Trevor Nunn mit epischen Inszenierungen wie «Cats», «Nicholas Nickleby» oder «Les Misé­rables» zur Hochblüte trieb. Das karge (doch nicht abstrakte) Dekor sorgt für eine düstere, missmu­tige Atmo­sphäre.

Gespielt wird in einer Art Arena, die ein Halbrund kahler Bäume begrenzt. Ein Bett, ein paar Stühle, vier bewegliche Riesensäulen, ein Jeep – diese Requisiten reichen, um die verschiedenen Orte der Handlung zu markieren.
Das Personal trägt moderne Kleidung: Uniform oder Abendgarderobe, lediglich die Kronen des Königspaars haben einen dezidiert gotischen Touch. Die Hexen huschen in dunklen Schuhen und weißen Socken durch diese Schattenwelt, auf den krausen Perücken ein staunenswertes Arsenal hässlicher Hüte. Mit ihren im Rhyth­mus der Musik geschwungenen Handtaschen wirken sie wie leicht verrückte Pennerinnen. Die Morde fallen sehr blutig aus – der einzige Farbakzent ...

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Opernwelt Dezember 2007
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Matthew Gurewitsch

Vergriffen
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