Zweimal und nie wieder

Elisabeth Schwarzkopf und Glenn Gould im Aufnahmestudio

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Der Plan war ehrgeizig, und alle Beteiligten haben ihn ernst genommen. Trotzdem konnte er nicht funktionieren. Immerhin: Das Scheitern ist legendär. Jetzt lässt sich genauer als je zuvor nachverfolgen, was im Januar 1966 in einem überheizten Aufnahmestudio in New York passiert ist. An drei Tagen sollten Elisabeth Schwarzkopf und Glenn Gould Lieder von Richard Strauss aufnehmen. Es war die erste Zusammenarbeit, und ihr ging ein jahrelanges Hin und Her voraus: Die Sopranistin, auf dem Höhepunkt ihres Ruhms, war mit dem EMI-Produzenten Walter Legge verheiratet.

Glenn Gould, ebenfalls auf der Höhe seines Ruhms, war Exklusivkünst­­-ler der Columbia Records. Schon 1962 hatte er Schwarzkopf für ein Schönberg-Projekt angefragt (das nicht zustande kam). Vier Jahre später klappte es dann – im Zeichen von Richard Strauss. Eine Wahl, die sich von selbst ergab: Die Aufnahmen von «Rosenkavalier», «Ariadne» und «Vier letzte Lieder» mit der Sopranistin waren damals schon Ikonen.  Und Glenn Gould gestand offen, süchtig nach der Musik von Strauss zu sein, «wie manche Leute süchtig nach Schokoladeneis sind».

Schwarzkopf war für eine Serie von «Don Giovanni»-Vorstellungen in New York und traf sich also ...

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Opernwelt Dezember 2012
Rubrik: Medien, Seite 33
von Stephan Mösch

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