Zertanzt

Düsseldorf | Deutsche Oper am Rhein | Rameau: Castor et Pollux

Opernwelt - Logo

Nach den Komödien «Les Paladins» und «Platée» in den letzten beiden Spielzeiten hat die Deutsche Oper am Rhein ihren Rameau-Zyklus jetzt mit der 1737 entstandenen Tragédie en musique «Castor et Pollux» abgeschlossen. Rameau greift für den mythologischen Stoff der antiken Dioskuren die hybride Mischform der opéra-ballet auf, die Lully am Ende des 17. Jahrhunderts für den Sonnenkönig erfunden hatte, integriert aber die dort noch additiven Tanzeinlagen in die dramatische Handlung.

Aktion und Ballett, Gesang und Tanz sind bei ihm keine Gegensätze mehr, sondern summieren sich zu einem barocken Gesamtkunstwerk aus Deklamation und Airs, Chören und Ensembles, kleinen eingestreuten Tanzsätzen und den breit ausgeführten, die Akte beschließenden Ballettdivertissements. In Düsseldorf hat man darum, anders als bei «Les Paladins» und «Platée», auch keine Kompromisse, sondern ganze Sache gemacht und die künstlerische Verantwortung für Regie wie Choreografie Martin Schläpfer, dem Ballettchef des Hauses, übertragen.

Schläpfer seinerseits hat sich als Mitstreiterin rosalie geholt, und ihre den Barockzauber ins Postmoderne wendende Fantasie ist es, die der Aufführung ihr Gesicht gibt. Der Raum wird ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt März 2012
Rubrik: Panorama, Seite 39
von Uwe Schweikert

Weitere Beiträge
Plüsch, Opulenz, Fantasy

In der zweiten DVD-Staffel von Aufführungen der Metropolitan Opera greift Sony in den Fundus und präsentiert Produktionen, die teilweise älter aussehen, als ihr Entstehungsdatum vermuten lässt. Das gilt insbesondere für die Inszenierungen von Franco Zeffirelli, dem Verfechter eines traditionellen und kulinarischen Musiktheaters, das hier im Falle von «Otello» und...

Die Kunst, Sängerin zu sein

Die Stimme finden

Als Sie an der Musikhochschule in Sofia Schülerin der berühmten Ressa Koleva wurden, gab es in der Professorenschaft Diskussionen, ob Sie als Sopran, Mezzosopran oder gar als Alt ausgebildet werden sollten.

Das lag vor allem daran, dass meine Stimme nicht den damals in Bulgarien üblichen Vorstellungen von einem Mezzosopran entsprach. Sie war heller,...

TV Klassiktipps

ARTE
1.3. – 6.00 Uhr
Rolando Villazón präsentiert Stars von morgen.
Junge Sinfonie Berlin, Patrick Lange. Mit Chen Reiss, Benyamin Nuss, Teresa Zimmermann und Maximilian Hornung.

2./8.3. – 6.00 Uhr
Rolando Villazón präsentiert Stars von morgen.
Junge Sinfonie Berlin, Patrick Lange. Mit Nino Machaidze, Eva-Nina Kozmus, Vilde Frang und dem Orlowsky Trio.

4.3. – 18.30 Uhr
9./...