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Es gibt Dinge, die kann es einfach nicht, das gute, alte Buch – das zeigt die neue «Mozart-Libretti Online Edition» der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg und des Packard Humanities Insitute (dme.mozarteum.at/libretti-edition). Hier finden sich die Libretti zu bisher sechs Opern, ihre Quellen und Vorlagen, historisch-kritisch aufbereitet – transparent, übersichtlich, kostenlos.
Was unterscheidet das von Mozart vertonte Libretto zu «Lucio Silla» von der Fassung, die Johann Christian Bach verwendete? Ein Klick, und inhaltsrelevante Differenzen erscheinen blau markiert. Wie steht der italienische «Figaro»-Text zu Beaumarchais’ Vorlage? Wie zum Erstdruck des deutschen Librettos? Kein Problem: Man kann alle drei vergleichend lesen. Bei «Ascanio in Alba» hapert’s mit dem Klanggedächtnis? Aber bitte – dank der Verknüpfung mit der Neuen Mozart Ausgabe springt ein Fenster mit der Partitur auf, und, wo’s das Urheberrecht erlaubt, die Tonspur an. So macht die Arbeit richtig Spaß.
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Opernwelt Juni 2014
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Wiebke Roloff
Jubilare
Verdi hätte ihr zu ihrer Violetta gratuliert, war einmal in dieser Zeitschrift zu lesen. Zum beachtlichen Repertoire der in San Francisco gebürtigen Sopranistin Jane Marsh zählen neben den zentralen Verdi-Partien auch Mozarts Fiordiligi, Figaro-Gräfin, Donna Elvira und Donna Anna, Wagners Sieglinde, Strauss' Marschallin und Daphne, Bellinis Norma,...
Wäre doch schön gewesen. Ein «Tannhäuser» aus dem Geist des Tanzes. Einer, der die Brüche des Werks auflöst in Bewegung, den Venusberg in Körperlogik, die mittelalterlichen Wurzeln in ein modernes Darstellungsformat, die Dualismen in einen subjektkritischen Denkhorizont. Der Sängerkrieg als Performance-Kunst. Nach allem, was Sasha Waltz bisher gemacht hat, wäre...
In der Premierenpause gibt der Maestro, leicht verschwitzt, den glühenden «Arabella»-Fan. Der «zweite ‹Rosenkavalier›» gefalle ihm fast noch besser als das Original, erzählt er der ORF-Moderatorin hinter den Kulissen. «Mein Lieblingsstück von Strauss.» Klar, in dieser letzten, 1933 an der Dresdner Semperoper uraufgeführten Gemeinschaftsarbeit von Strauss und...
