Wer keine Haltung hat, ist zum Design verdammt
Herr Konwitschny, Sie sind in Berlin an der Hanns-Eisler-Hochschule ausgebildet worden, haben viele Jahre bei Ruth Berghaus assistiert, bei Joachim Herz. Sie sind also, wenn ich so sagen darf, als Regisseur in der DDR sozialisiert worden. Der große Durchbruch kam im Westen – mit Arbeiten in Graz, Hamburg, Stuttgart, München. Hat dieser Erfolg mit dem zu tun, was Sie im Osten gelernt haben? Spielt das Bewusstsein von Ost und West bei Ihrer Arbeit noch eine Rolle? Oder hat sich das längst neutralisiert?
Natürlich bin ich froh, dass ich in der DDR groß geworden bin.
Wir haben dort viel gelernt. Ganz speziell hatte ich das Glück, dass in Berlin Brecht und Felsenstein gearbeitet haben. Das war ein Theater, wie gegensätzlich auch immer, das sinnvoll war für uns alle. Diese Impulse habe ich genutzt. Bis heute ist das Wichtigste für mich die Frage, was unsere Arbeit überhaupt für einen Sinn hat gesellschaftlich, also für uns alle. Natürlich gab es in der DDR viele blöde Funktionäre. Der Vorwurf, den «Imperialisten in die Tasche zu arbeiten mit einer Inszenierung» oder des «Geschichtspessimismus» konnte einen schnell treffen. Wenn man überleben wollte, musste man sich ...
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Opernwelt März 2011
Rubrik: Thema, Seite 36
von Peter Konwitschny, Stephan Mösch
Eine besondere Kuriosität der Operngeschichte wurde vor drei Jahren in Bad Wildbad zur ersten öffentlichen Aufführung gebracht: Giovanni Pacinis Version des «Don Giovanni», die er 1832 für eine Privatvorstellung in Viareggio komponierte. Die Rollen sangen Mitglieder seiner Familie und er selbst; ein Kammerorchester aus Streichern und zwei Flöten sorgte für die...
Man muss ihn wohl als Lebenskünstler bezeichnen. Wilfried Hiller hat nie mit seiner Energie und Fantasie gegeizt. Wahrscheinlich ist ihm gerade deswegen immer neue zugewachsen. Ein ganzes Berufsleben lang, von 1971 bis 2006, war er Musikredakteur beim Bayerischen Rundfunk, hat dort über 21 000 Stunden Programm zusammengestellt und viel bewirkt in Sachen Neue Musik...
ARD
13.3. – 16.00 Uhr
Hochleistungssport Operngesang.
Film von Thomas Voigt und Wolfgang Wunderlich. Mit Jonas Kaufmann, Anja Harteros, Piotr Beczala, Daniel Behle, Christa Ludwig, Edda Moser, Jürgen Kesting u. a.
ARTE
1.3. – 6.00 Uhr
Fauré: Requiem.
La Chambre philharmonique, Les éléments, Emmanuel Krivine. Solisten: Sophie Karthäuser und Thomas Bauer.
2./8./14.3. – 6.00...
