«Wenn ich keine Oper unter den Fäusten habe, ist mir nicht wohl!»

Christoph Schwandts detailreich anschauliche Biografie über Carl Maria von Weber

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Die letzte gründliche Weber-Biografie, verfasst von dem englischen Musikkritiker John Warrack, erschien erstmals 1968. Inzwischen haben die Arbeiten an der neuen Gesamtausgabe unsere Kenntnis von Webers Leben und Werk um zahllose bislang unbekannte Quellen vermehrt. Die Schriften, Tage- und Kassenbücher und die Korrespondenz des Komponisten sowie weitere Dokumente aus seinem Umfeld sind auf der Homepage der Ausgabe erfasst. Zeit also für eine neue Gesamtdarstellung. Christoph Schwandt, der bereits mit Biografien von Bizet, Janácek und Verdi hervorgetreten ist, legt sie jetzt vor.



Schwandt breitet eine geradezu einschüchternde Faktenfülle aus, die Webers Leben in einer Dichte und Tiefe verfolgt, die überwältigt. Nichts scheint ihm entgangen zu sein, jede Spur wird verfolgt – von der Geburt in Eutin 1786 bis zum Tod des Schwindsüchtigen in London 1826. Licht fällt dabei vor allem auf den Theateralltag sowie auf die sozialen Verhältnisse, unter denen Musiker damals tätig waren. Als Sohn eines wandernden Theaterunternehmers wächst Weber gleichsam unterwegs und auf der Bühne auf, bleibt selten sesshaft, lernt frühzeitig die Entbehrungen kennen, hat aber auch das Glück, dass sein Talent ...

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Opernwelt April 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 32
von Uwe Schweikert

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