Vorhang auf für die Generation iPod

Seit Nicola Sani an der Opera di Roma das Heft in die Hand genommen hat, ist das Haus plötzlich Stadtgespräch. Erregte Debatten um Robert Wilsons «Aida» zur Spielzeiteröffnung, Uraufführungen, Programme für Jugendliche. Der 47-jährige Komponisten-Intendant träumt von einem Labor des modernen Musiktheaters.

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Gebt uns die ‹Aida› zurück!!» «Ach, Fossilien seid ihr!» – laut und leidenschaftlich ging es zu bei der Spielzeiteröffnung der römischen Oper am 20. Januar 2009 mit Giuseppe Verdis «Aida» in der Regie von Robert Wilson und unter der musikalischen Leitung von David Oren. Seit Jahren waren in dem 1880 eröffneten Prachtbau an der Piazza Beniamino Gigli die Emotionen nicht mehr so hoch geschlagen, hatte sich das Publikum so sehr während (!) einer Premiere echauffiert, gegenseitig niedergezischt und in der ersten Pause angeschrien.

Danach glätteten sich die Wogen, und in den Folgevorstellungen war der Beifall ziemlich einhellig. Der frisch gebackene künstlerische Direktor der römischen Oper, Nicola Sani, ist mit dieser Resonanz äußerst zufrieden: «Ich habe an der Oper in Rom selten eine solche Teilnahme erlebt wie bei dieser ‹Aida›. Alle zehn Vorstellungen waren restlos ausverkauft und zwar an ein Publikum, das wirklich etwas entdeckt zu haben schien, ein neue Art und Weise, das große Repertoire zu sehen.»
«Neue Leidenschaften» hatte der 47-jährige Sani den Römern schon mit dem Motto seiner ersten Spielzeit versprochen. Und nach mehreren Jahren künstlerischer Lähmung bedeutete diese ...

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Opernwelt März 2009
Rubrik: Im Focus, Seite 8
von Sabine Radermacher

Vergriffen
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