Robert Holl - Ein Leben für das Lied. Lieder von Schubert und Eigenkompositionen. Robert Holl (Bassbariton), David Lutz, Oleg Maisenberg, Rudolf Jansen, Midori Ortner (Klavier). Preiser Records PR 90832 (2 CDs)
Unverwechselbar
Der Titel dieses Doppelalbums ist nicht zu hoch gegriffen. Der Niederländer und Wahlösterreicher Robert Holl, der am 10. März seinen 70. Geburtstag feierte und auf dem Podium nach wie vor aktiv ist, zählt zu den bedeutendsten Interpreten des deutschen Liedes; auch seine großen Opernrollen (Sachs, Gurnemanz) haben von diesen Erfahrungen profitiert. Wie sein Lehrer und Förderer Hans Hotter war er bei Schubert ebenso zu Hause wie bei Wagner.
Das österreichische Label Preiser hat seit Ende der 1970er-Jahre eine Reihe von Lied-Recitals mit ihm produziert, die nicht alle die verdiente publizistische Aufmerksamkeit gefunden haben. Eine sehr persönliche Auswahl daraus ist jetzt, unausgesprochen aus Anlass des Geburtstages, auf zwei CDs wiederveröffentlicht worden.
Es fängt zwar ganz konventionell an mit «Du holde Kunst», doch in der Folge bewegt sich Holl auf weniger populärem Terrain, wobei literarische Ansprüche bei der Auswahl eine große Rolle gespielt haben dürften: Die drei Petrarca-Sonette in der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Schillers «Pilgrim» und «Hoffnung», die «Nachthymne» nach Novalis. Auch bei den Eigenkompositionen, die den musikalischen Duktus Schuberts in eine ...
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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 29
von Ekkehard Pluta
«Mozart … The supreme decorator». So lautete der Titel einer Arien-Anthologie, mit der Charles Mackerras zeigte, wie Mozart seine Musik auszierte; zum einen, um junge Sängerinnen in die Gesangskunst einzuweisen, zum anderen, um «die Expressivität oder die Brillanz einer Arie durch eine sinnvolle Hinzufügung zusätzlicher Noten, Effekte und Kadenzen zu steigern»....
alpha
02.12. – 00:35 Uhr
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Jiří Kout wurde 1937 in Novedvory bei Prag geboren. Er studierte am dortigen Konservatorium Orgel und Orchesterleitung, gewann die Internationalen Dirigentenwettbewerbe von Besançon (1965) und Brüssel (1969). Danach war er zunächst an der Pilsener Oper tätig, ehe er 1969 als Kapellmeister ans Nationaltheater nach Prag ging. Mit dem Orchester unternahm er...
