Unentrinnbar

Ivonne Fuchs und Georg Gulyás finden einen eigenen Zugang zu Benjamin Brittens Werken für Stimme und Gitarre

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Von zart verstäubter Angst erfüllt wirken die ersten sechs der in diesem Recital versammelten Lieder. Angst vor dem Älterwerden, dem Unausweichlichen, Unwiederholbaren. Benjamin Britten schrieb diese «Songs from the Chinese» im Herbst 1957 (ein Jahr nach seinem Essay über musikalische Chinoiserien im Ballett «The Prince of Pagodas») für den Lebenspartner Peter Pears und den Gitarristen Julian Bream. Mit ihren Betrachtungen über Jugend, Schönheit und deren Verlust auch ein Nachhall auf Gustav Mahlers hochjauchzend-todbetrübtes «Lied von der Erde».

Wobei der Komponist bei der Wahl des musikalischen Werkstoffs vor allem von den spieltechnischen Möglichkeiten der Gitarre ausging und sich nie an traditioneller chinesischer (oder im Fall vom «Pagodenprinz» balinesischer Gamelan-)Musik orientieren wollte.

Die Mezzosopranistin Ivonne Fuchs und der Gitarrist Georg Gulyás schaffen die richtige Balance zwischen emotioneller Unmittelbarkeit und der für Britten typischen noblen Distanz, bringen für die abrupten Stimmungswechsel von Betriebsamkeit zu Melancholie eine reiche Palette von Zwischentönen ins Spiel. Schon «The Big Chariot», wie später vor allem auch «Melancholy», erhält durch die von ...

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Opernwelt Juli 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 24
von Gerhard Persché

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