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Ob Ungarns derzeitiger Kultusminister István Hiller 2005 in Pécs war, als man dort das Trauerspiel «Uriel Acosta» des Berliners Karl Gutzkow (1811-1878) in neuer Übersetzung gab, wissen wir nicht. Doch das bekannteste Zitat daraus dürfte er kennen: «Alles schon da gewesen». Notorisch geläufig mag ihm der Spruch vielleicht auch im Zusammenhang mit der Budapester...
Herr Mehta, nicht wenige Musiker halten «Theodora» für Händels bestes Werk – dennoch wird es nicht gerade häufig aufgeführt. Wie erklären Sie sich das?
«Theodora» enttäuscht erst mal alle, die den Donner und Blitz und die großen Koloraturfeuerwerke von Händels italienischen Opern erwarten. Die Qualitäten liegen eher in der Tiefe und Nachdenklichkeit. Für mich ist es...
Das Leben? Man kommt nicht umhin, es als unendliches, unauflösbares Rätsel zu begreifen, als ewiges Enigma. Wer auch immer danach trachtet, Sinn oder Nicht-Sinn zu ergründen, muss letztlich erkennen, dass die entscheidenden Fragen nicht zu beantworten sind. Wer wäre imstande, die Rolle des Orakels zu übernehmen? Ist nicht jeder viel zu sehr mit sich selbst...
