Stimmungen, Verstimmungen
Ein Opernhaus ist ein Organismus eigener Art. Es kann sein, dass Hunderte von Menschen an einer Neuproduktion mitwirken. Ihre Berufe sind denkbar verschieden: vom Maler bis zum Paukisten, vom Schuster zum Beleuchter, vom Korrepetitor zur Probendisponentin. Laut Tarifvertrag sind sie unterteilt in «künstlerisches» und «nichtkünstlerisches» Personal. Das kann zu Hackordnungen und grotesk unterschiedlichem rechtlichen Status führen. Sobald die nächste Premiere ansteht (und das tut sie eigentlich immer), sind alle gebunden an Puls und Ideen, aus denen heraus sie entsteht.
Der Prozess dieses Zusammenfindens und Zusammenwachsens ist jedesmal neu – und nie bis ins Letzte vorauszuplanen. Der Filmregisseur Vadim Jendreyko («Die Frau mit den fünf Elefanten») hat ihn am Beispiel von Wagners «Parsifal» an der Staatsoper Stuttgart eingefangen. Ein Jahr lang begleitete er mit Co-Drehbuchautor Thiemo Hehl und Kameramann Lothar Heinrich den Entstehungsprozess dieser Produktion, die am 28. März 2010 Premiere hatte und von der Presse überwiegend positiv aufgenommen wurde (siehe OW 5/2010, S. 14 f.).
Der aus 120 Stunden Material zusammengeschnittene, 90-minütige Dokumentarfilm bietet eindrucksvolle ...
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Opernwelt Februar 2011
Rubrik: Magazin, Seite 64
von Stephan Mösch
ARD
20.2. – 9.00 Uhr
Neujahrsgala 2011 (Auszüge).
SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Asher Fisch. Solisten: Anja Harteros, Jonas Kaufmann. Arien und Duette von Verdi, Cilea, Puccini und Catalani.
ARTE
1.2. – 6.00 Uhr
Szymanowski: Stabat mater.
2./8.2. – 6.00 Uhr
Martha Argerich und Mischa Maisky
beim Klavierfestival Ruhr 2010. Werke von Schumann.
3.2. – 6.00 Uhr
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Die Republik fördert die Entwicklung der Kultur und die wissenschaftliche und technische Forschung. Sie schützt die Landschaft und das historische und künstlerische Erbe der Nation.» Den Artikel 9 der italienischen Verfassung in einem Opernhaus vorzulesen, ist nicht üblich. Daniel Barenboim tat es, «tief besorgt», bevor er den Taktstock zur neuen «Walküre» hob....
Der 1935 in Zürich geborene Musiker wanderte 1940 mit seinen Eltern in die USA aus und studierte an der Yale University Orgel, Komposition und Dirigieren. In den 1960er-Jahren pflegte er ein Repertoire, das von Schütz, Händel, Schubert und Bruckner bis Hindemith reichte. Einen Namen machte sich Somary mit Interpretationen von Händel-Oratorien sowie seinem Einsatz...
