Sperrige Antikriegsoper

Michael Tippetts «King Priam» ­erstmals auf DVD bei Arthaus

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Außerhalb Großbritanniens sind Aufführungen des musiktheatralischen Œuvres von Michael Tippett selten. Die großartige Münch­­­ner Produktion seines Erstlings «A Midsummer Marriage», komponiert 1952, in der Regie von Richard Jones war 1998 eine Ausnahme. «The Knot Garden» (1970) oder «The Ice Break» (1976) wurden hierzulande allenfalls per CD bekannt. Jetzt ist mit Tippetts zweiter Oper «King Priam» erstmals ein Bühnenwerk des Briten auf DVD erschienen.
Diese Antikriegsoper auf einen Text des Komponisten, uraufgeführt am 29.

Mai 1962 in Coventry, einen Tag vor Brittens «War Requiem», reflektiert menschliches Versagen und die Schicksalhaftigkeit menschlicher Entscheidungen anhand der Geschichte von König Priamus und seiner ungleichen Söhne Hector und Paris sowie der kontrastierenden (Liebes-)Beziehung zwischen Achill und Patroklos im feindlichen Lager. Eine kammermusikalisch trockene, manchmal harte Faktur dominiert, manifestiert sich in einer oft kargen, aber virtuosen Begleitung der deklamatorisch angelegten Singstimmen, etwa durch schnelle Violinfigurationen, hektisches Flötenflirren, Klavierkaskaden oder wie improvisiert wirkenden Gitarrenklängen. Im zweiten, dem Kriegsgeschehen ...

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Opernwelt April 2008
Rubrik: DVDs, Seite 57
von Klaus Kalchschmid

Vergriffen
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