Seismograph des Unbewussten

Die Oper Bonn setzt sich für Franz Schrekers Meisterwerk «Der ferne Klang» ein. Will Humburg dirigiert

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Der Theatertod geht um. Wie an vielen mittleren und kleineren Häusern hat auch in Bonn das Theater mit finanziellen Kürzungen zu kämpfen, die seine Existenz bedrohen. Nachdem der städtische Zuschuss zwischen 2000 und 2010 bereits von 41,1 Millionen auf 25,7 Millionen Euro abgesenkt worden war, kürzt die Stadt die Subventionen ab 2013 nochmals um 3,5 Millionen Euro – für den Generalintendanten Klaus Weise das Signal, auf eine Verlängerung seines Vertrags über 2012 hinaus zu verzichten. Die Tanzsparte ist bereits liquidiert, die Biennale eingestellt.

Weitere Einsparungen sind nur im künstlerischen Bereich möglich. Darum, so der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD), soll das Haus die «Kräfte bündeln ohne Qualitätsverlust». Ein Nachfolger für Weise, der sich auf diese künstlerisch nicht mehr verantwortbaren Konditionen einlässt, wird sich finden.

Oder doch nicht? Für die Bonner Oper könnte es der endgültige Exitus sein. Nimptsch hat keinen Hehl daraus gemacht, dass er sechs Musiktheaterpremieren pro Jahr für überflüssig hält. Es stehe ja auch eine Oper in Köln. Die Bonner liebäugeln stattdessen mit einem Festspielhaus, das dann der Kölner Philharmonie Konkurrenz machen würde. ...

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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Uwe Schweikert

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