Repertoiretauglich

Buffa-Raritäten von Tommaso Albinoni, Domenico Scarlatti und den Brüdern Ricci

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Die Geschichte der Opera buffa setzt bekanntlich mit den ­komischen Intermezzi ein, die in den Pausen ausladender heroischer Opern gegeben wurden. Pergolesis «La serva padrona» ist ein Modellfall der Gattung. Aber auch «Pimpino-ne» wird in der Version von Telemann (1725) noch heute gelegentlich gespielt. Allerdings ist diese deutsche Variante nichts anderes als ein Remake eines früheren Stücks von Tommaso Albinoni (1708): Die Magd Vespetta wird hier durch List und Schmeichelei zur Herrin.

Ihre vorher zur Schau gestellte Sanftmütigkeit, Frömmigkeit und Unterwürfigkeit schlägt nach der Eheschließung in Biestigkeit, Koketterie und Herrschsucht um. Ein Thema, das die Opera buffa bis in ihre Ausläufer im 19. Jahrhundert begleitet. Prominentestes Beispiel: Donizettis «Don Pasquale».

«La Dirindina» (1715) von Domenico Scarlatti führt eine Gesangselevin vor, die eine Lektion fürs Leben beigebracht bekommt: Die Kunst, sich zu vermarkten, verspricht mehr Erfolg als eine solide musikalische Ausbildung. Das komische Ende der kleinen Farce besteht darin, dass der brave Musiklehrer eine szenische Probe, die sein Widersacher mit seinem Schützling durchführt, für bare Münze nimmt. Musikalisch ...

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Opernwelt Juni 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 26
von Ekkehard Pluta

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