Preisregen
Am 30. September ging in den Niederlanden der 49. Internationale Gesangswettbewerb ’s-Hertogenbosch zu Ende. Zehn von 240 Sängerinnen und Sängern aus 40 Ländern schafften es ins Finale. Was die Siegerin betrifft, waren sich die Zuhörer mit der Jury unter Ioan Holender, dem ehemaligen Intendanten der Wiener Staatsoper, einig: Sowohl der Grand Prix der Stadt im Wert von 10 000 Euro als auch der Publikumspreis wurden der weißrussischen Sopranistin Nadine Koutcher zuerkannt.
In der Kategorie Oper gewann die Sopranistin Gulnara Shafigullina aus Russland; der Amerikaner Dashon Burton, der auch beim ARD-Wettbewerb überzeugte, erhielt den Toonkunst Oratoriums-Preis. Der niederländische Tenor Peter Gijsbertsen bekam den Margie-Weidemann-Preis für Liedgesang, der Amerikaner John Chest (Bariton) den Arleen-Auger-Preis; alle genannten Preise sind mit je 5000 Euro dotiert. Weitere Auszeichnungen gingen an Bernadeta Astari, Maria Fiselier und Hannah Bradbury.
Um vokales Gold gerungen wurde auch beim 61. ARD-Wettbewerb. 230 Musiker aus 36 Ländern traten in diesem Jahr in den Fächern Gesang, Klarinette und Streichquartett an, insgesamt 201 500 Euro standen für die Preise und zahlreichen ...
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Opernwelt November 2012
Rubrik: Magazin, Seite 82
von Wiebke Roloff
Fast senkt Will Humburg selbst ein wenig die Stimme, wenn er daran erinnert, dass der Titel «La forza del destino» in Verdis Heimat meist hinter vorgehaltener Hand erwähnt wird. Man ist abergläubisch jenseits der Alpen. Und angesichts des pessimistischen, fatalistischen Strudels, in den die Hauptfiguren von Anfang an geraten, ahnt man, warum «l’opera innominabile»,...
Die Zeiten, als Leyla Gencer selbst die Jury für den von ihr initiierten Gesangswettbewerb nach Istanbul rief, sind natürlich lange vorbei. Vor vier Jahren ist die türkische Sopranistin in Mailand gestorben, fünf Monate vor ihrem 80. Geburtstag. Ihr Stammhaus war die Scala, ihre Wahlheimat Italien und Inbegriff der Gesangskunst für sie das Belcanto-Repertoire. Nach...
Jede Köchin muss in der Lage sein, die Staatsmacht auszuüben», lässt sich Lenin im Programmheft zitieren. Bevor das allerdings geschehen kann, gilt es erst einmal Tabula rasa zu machen in den eigenen vier Wänden. Von denen kann in der Oper «Wir gratulieren» von Mieczyslaw Weinberg zwar nicht die Rede sein; zwei Akte lang spielt sie in der Küche eines...
