Peking Musical
629 Jahre nach Christus bricht der junge Mönch Tripitaka von China in den Westen auf, nach Kaschmir, um buddhistische Schriften zu studieren. Tripitakas meisterliche Übersetzungen indischer Lehre entwickeln sich später zu einer wichtigen Säule des chinesischen Buddhismus. Aus diesem historischen Kern entsteht Ende des 16. Jahrhunderts der burleske Roman «Xi You Ji» oder «Journey to the West», in dem anstelle des heiligen Mönchs ein Affe, Sinnbild westlicher Welt, die Hauptrolle übernimmt.
«Xi You Ji» ist damit zuallererst ein ureigener, alter chinesischer Stoff, den jedes Kind im äußersten Orient kennt, nicht zuletzt weil das Epos bis heute im Theater, Kino oder als Comic zu sehen ist.
Dies sollte einem westeuropäischen Zuschauer bewusst sein, um die Oper «Monkey, Journey to the West» wegen ihrer vielfältigen Parallelen zu «Parsifal», «Jesus Christ Superstar», «Don Quichote» oder zu Figuren der Commedia dell’Arte nicht als chinesisches Stilpastiche nach europäischem Muster abzuhaken. Angeregt von ähnlich populären Klassikern und inhaltlich verwandten Stoffen wie der «Star Wars»-Trilogie und Tolkiens «Herr der Ringe» will der chinesische Regisseur Chen Shi-Zeng den Roman «Xi You ...
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