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Opernwelt August 2008
Rubrik: Service, Seite 63
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Höllenfahrt mit himmlischen Tönen

Quelvecchio maledivami – der Fluch des Monterone trifft Rigoletto schon wäh­rend des kurzen Vorspiels, wenn er aus dem Kasten des Souffleurs klettert und einen grünen Overall über seinen Stra­ßenanzug zieht. Er schminkt sich und setzt sich das Signum seiner Arbeit auf: die Narrenkappe. Seine Wirkungsstätte – «eine prachtvolle Halle im Palazzo des Duca di Mantua»...

Männerfreundschaft

Für einmal macht Triquet keine graziösen Faxen, sondern stürmt und drängt, führt quasi die Leiden des jungen Werther vor. Am Schluss seiner Couplets schenkt er Tatjana, die er offenbar tief verehrt, eine dunkle Blume – jene Blume des Abschieds vielleicht, von der Rilke sagt, sie blühe irgendwo und streue «immerfort Blütenstaub, den wir atmen, herüber; auch noch im...

Kein neuer Mozart...

Es kann Entwarnung gegeben werden: Mit «Demofoonte» wurde keine neue Mozart-Oper entdeckt. Stattdessen fiel der Kölner Musikjournalistin Sabine Radermacher die bekannte Tatsache auf, dass unter den Konzertarien des Salzburger Meisters keine Textquelle so stark vertreten ist, wie Metastasios Wiener dramma per musica aus dem Jahr  1733. Nicht weniger als sechs Arien...