Nicht Heine, Nicht Freud: Wagner!
Auf den Tischen im Coburger Theater-Büffet stehen Glasvasen mit orangefarbenen Tulpen. Und an jeder Blume baumelt ein gelbes Schiffchen aus Papier. Für das Haus im fränkischen Norden ist die Premiere des «Fliegenden Holländer» ein Großereignis – da gibt man sich Mühe. Die Firma Brose (Fahrzeugteile) unterstützt das Not leidende Theater beim Engagement der Gastsänger, die ortsansässige Versicherungsgesellschaft HUK wünscht im Programmheft viel Spaß, und der Intendant, Dieter Gackstetter, inszeniert selbst.
In München und Hannover gehören Wagner-Opern ganz selbstverständlich zum Repertoire und gehen ohne großes Aufheben und Zusatz-Dekoration im Foyer über die Bühne. Hier werden nicht nur Vor-Ort-Sponsoren eingespannt, die Intendanten Peter Jonas und Albrecht Puhlmann ziehen vielmehr weltweit ihre Wagner-Strippen: In München wurden die Bühnenbilder für Peter Konwitschnys Moskauer Produktion gefertigt, die nun neu erarbeitet und aufpoliert in Bayern ankommt. Hannovers «Holländer» von Kazuko Watanabe wird bald dank der Nikikai Opera Foundation in Tokio zu sehen sein. Oper made in Germany als globaler Exportschlager.
Den «Fliegenden Holländer» im Heine- und Freud-Jahr zu spielen, ...
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